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Die Entstehungsgeschichte von Bikaro

Wie alles begann:

Ich, Armin Rössler, selbst fahre seit genau 1980 leidenschaftlich Motorrad kreuz und quer durch Europa. Nebenbei gehen aber meine werte Gemahlin und ich auch gerne wandern. Letztere wurde mit der Zeit immer bequemer und wollte lieber mit dem Auto zum Wandern fahren statt mit dem Motorrad. Der Grund ist einfach zu erklären: Wenn man mit Motorradkleidung unterwegs ist und wandern möchte muss man sich wohl oder übel umziehen, da kein normaler Mensch schwitzend in dicken Anzügen Berge hoch keuchen möchte. Jetzt kann man einfach Ersatzklamotten mitnehmen und sich vor Ort umziehen, um 2 komplette Motorradkombis zu verstauen braucht man allerdings 2 Seitenkoffer und auch noch ein Topcase. Daher kam ich auf die Idee einen Motorradkombi zu entwickeln der alles unter einen Hut bringt, Motorradfahren, Stadt bummeln in brütender Hitze oder auch ausgedehnte Wanderungen. Gleichzeitig ist ein Motorradkombi, der nicht maßgeschneidert wird immer ein Kompromiss, irgendwas passt immer nicht, manchmal passt er am Oberkörper aber irgendwie sind die Ärmel zu kurz oder zu lang, die Hosenbeine rutschen hoch weil sie eigentlich zu kurz sind obwohl der Rest der Hose von der Weite passt.

Aus diesen 2 Bedürfnissen entstand dann die Idee:

Ein Motorradkombi-Baukasten, mit einer kurzärmligen Textilhose und Jacke mit einer darunter getragenen wasserdichten und atmungsaktiven Membran, die sich auch als Alltagskleidung tragen lässt. Diese kurzärmligen Teile lassen sich mit verschieden langen Hosenbeinen und Ärmeln verbinden, sodass schlussendlich für jede Person ein quasi maßgeschneiderter Anzug am Ende herauskommt. Zum Wandern lassen sich wahlweise die Ärmel und Hosenbeine abnehmen oder auch die ganze Textilhülle wird einfach ausgezogen und man bewegt sich nur noch in dem federleichten, wasserdichten und atmungsaktiven Innenanzug, der auch über zahlreiche Taschen zum Verstauen von Gegenständen verfügt. Die Textilhülle kann in ihre Einzelteile zerlegt werden und passt beispielsweise in den kleinen Seitenkoffer meiner Multistrada, in ein Topcase passen 2 komplette Textilhüllen. Aber es kommt noch besser: Wahlweise kann der Innenanzug auch als Regenkombi über der Textilhülle getragen werden.
Nachdem ich nichts vergleichbares auf dem Motorradmarkt entdeckt hatte, beschloss ich, meine Idee zum Gebrauchsmuster anzumelden. Anschließend habe ich mehrere große Motorradbekleidungsfirmen abgeklappert und nachgefragt, ob sie meinen Anzug in Lizenz anfertigen möchten. Das Resultat war leider immer gleich: Eine nette Idee, aber viel zu kompliziert und unwahrscheinlich teuer in der Umsetzung.
Irgendwann habe ich dann beschlossen, meine Idee selbst umzusetzen und habe einen Produzenten gefunden, der mir einen ersten Prototypen hergestellt hat. Es folgten weitere Prototypen mit denen ich insgesamt 25000 km bei allen Witterungsbedingungen gefahren bin, als auch ausgedehnte Wanderungen unternommen habe.
Meinen Produzenten habe ich des öfteren in den Wahnsinn getrieben, da mir ständig neue Ideen kamen. Zwischen dem ersten Prototypen und dem jetzigen vollentwickelten Exemplar gab es insgesamt 60 Änderungen, z.B wurde die Klimamembran gewechselt um bessere Atmungaktivität zu erreichen. Letztendlich ist ein super bequemer, für alle Witterungen tauglicher Motorrad/Wander/Alltagskombi herausgekommen, der dennoch nicht alle Preisgrenzen sprengt.

Zum guten Schluss:

Meine Liebste fährt trotzdem nicht so gerne mit, aber das liegt wohl eher an meinem Fahrstil.